Spielbetrieb

Zwei Zwölfer bei Stuttgarter Stadtmeisterschaft

Die Schachfreunde Reinhardt Fischer und Ralf Kissel waren vom 29.5. bis zum 1.6. in der B-Gruppe (Wertungszahl 1300-1900) der Offenen Stuttgarter Stadtmeisterschaft in Ditzingen am Start. Es gab auch noch eine A- und eine C-Gruppe. Alle relevanten Informationen finden Sie auf www.stuttgarter-stadtmeisterschaft.de

Aufgrund recht annehmbarer Elozahlen waren Ralf an Platz 31 und Reinhardt an Platz 34 des hundertköpfigen Teilnehmerfeldes gesetzt. Mit 4 aus 7 und Platz 38 blieb ich im Rahmen meiner Möglichkeiten. Reinhardt hatte Pech in der letzten Runde, als er in aussichtsreicher Stellung zu schnell einen Bauern verspeiste und in eine Springergabel geriet. Mit 3 aus 7 findet er sich ebenfalls im Mittelfeld wieder. Ich hatte gegen zwei aufstrebende Jugendspieler auch mit Weiß keine Chance und verlor so z.B. gegen Dominik Gheng, der den TWZ-Preis unter 1600 gewinnen konnte. Zum Glück blieben dies die einzigen Niederlagen. Mit 2 aus 3 im „Schwarzfranzosen“ war dies recht erfreulich und in der Schlussrunde gelang mir noch ein schöner Angriffssieg im Lb5-Sizilianer.

Gespielt wurde in sehr angenehmer und guter Spielatmosphäre in der Stadthalle in Ditzingen. Speis und Trank waren reichhaltig und preisgünstig. Das Turnier ist somit zu empfehlen, zumal man sich in Ditzingen sehr auf Schach konzentrieren kann. Panoramapostkarten sucht man zu recht vergebens. Lediglich unsere Unterkunft, der Landgasthof Rose in Schöckingen, war schon etwas verwelkt. Für die Integration der Toilettenanlagen mitten ins Mikrozimmer wurde man aber mit Fernsehsendern von Kuba bis Saudi-Arabien entschädigt.

BMI streicht Fördergelder für Schach auf Bundesebene vollständig

Wie viele von Euch sicher bereits mitbekommen haben, hat das BMI (Bundesministerium des Inneren) dem Schachsport für 2014 alle(!)  finanziellen Mittel auf Bundesebene gestrichen. Wenn dieses nicht revidiert wird, wird der Schachsport mittelfristig auch auf Landesebene und darunter zu leiden haben. Noch Ende 2013 hatte der DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund) auf seiner Mitgliederversammlung bestätigt, dass Schach ein förderungswürdiger Sport ist. Jetzt spricht uns das BMU aufgrund "fehlender eigenmotorischer Aktivität" grundsätzlich die Förderungsfähigkeit ab. Der Deutsche Schachbund geht gegen dieses Vorgehen des BMI jetzt mit rechtlichen Mitteln vor. Neben den finanziellen Konsequenzen ist aber insbesondere auch die Art und Weise des Umgangs des BMI mit dem Deutschen Schachbund kritikwürdig. Auch wir planen, Kommunalpolitiker in Ludwigshafen über dieses aus unserer Sicht inakzeptable Verhalten zu informieren. Alleine unser Schachklub mit mehr als 40 Jugendlichen, die zweimal in der Woche Trainingsmöglichkeiten gestellt bekommen; unserer Seniorenabteilung mit mehr als 30 Senioren, die mit Schach ihre "grauen Zellen" fit halten- leistet einen wichtigen sozialen Beitrag in der Stadt Ludwigshafen. Und dazu kommen dann auch die sportlichen Erfolge bei den Senioren (13 x Pfalzmeister und mehrfacher RLP Meister) und der Jugend.

 

Bitte informiert Euch auf http://www.schachbund.de/foerderung-des-schachsports/articles/foerderung-des-schachsports.html über die Hintergründe und Aktivitäten des Deutschen Schachbundes, das Echo in der Presse etc..

Himmelfahrtsblitzturnier 2014

Bei dem seit 1972 ausgerichteten Himmelfahrts-4er-Blitzturnier in Schifferstadt (http://www.schachclub-schifferstadt.de/) waren wir in der Aufstellung (Brett 1-4) Jochen Bruch, Johannes Feldmann, Andreas Lambert und Andreas Gypser am Start.
Unter 26 Mannschaften belegten wir den zweiten Platz. Nach einem 2-2 in Runde drei gegen den Ausrichterverein gewannen wir bis zur 23.Runde alle Begegnungen. Da kam es dann zum Showdown mit den haushohen Turnierfavoriten aus Landau (Stefan Becking, Torsten Lang, Karl-Jasmin Muranyi und Tobias Bärwinkel), die noch gar keinen Mannschaftspunkt gelassen hatten. Hier gelang es Jochen Bruch am Spitzenbrett gegen IM Becking zu gewinnen. An Brett 3 konnte Andreas Lambert in einem langsam kippenden Endspiel gegen Karl-Jasmin Muranyi ungleichfarbige Läufer herbeiführen und somit ein Remis klammern. An Brett 4 verlor Andreas Gypser gegen den Landauer Top-Scorer Tobias Bärwinkel. Johannes Feldmann hatte gegen Torsten Lang die Qualität geopfert, wofür er gute Kompensation bei allerdings passiver Stellung hatte. Lang opferte die Qualität zurück und konnte die Partie in beidseitiger hoher Zeitnot gewinnen.

Zum Abschied bekam jeder noch den Schifferstätter Frühlingsgruss, einen Bund mit 3 grossen Rettichen.

Das Turnier hat auf jeden Fall Spass gemacht, die Spielbedingungen waren gut, ebenso die Verpflegung.

 

Die Einzelergebnisse :

Jochen Bruch : 21/25

Johannes Feldmann : 20,5/25

Andreas Lambert : 22/25

Andreas Gypser : 21/25

 

Erwachsenentraining am 30.05., Thema: Partien von Paul Morphy

 

Am kommenden Freitag, 30.05., findet ab 20.00 h in unserem Klubheim das erste Erwachsenentraining 2014 statt. Thema des Trainings sind Partien von Paul Morphy, der amerikanischen Schachlegende des 19. Jahrhunderts, der mit klarer Strategie und brillanten Kombinationen (fast) alle seine Gegner verzweifeln ließ und die Zuschauer begeisterte. Das Training wird von Andreas Gypser geleitet und beginnt um 20.00 h. Ende gegen 21.45 h.

 

Gäste sind herzlich willkommen.

Chess960 Turnier bei den 12ern

Zum ersten Mal haben wir in diesem Jahr ein Offenes Chess960 Turnier ausgerichtet. Nach der klubinternen Premiere im vergangenen Jahr, an der 14 Spieler teilnahmen, hatten wir durchaus mit einer ordentlichen Zahl an Teilnehmern gerechnet. Leider fanden aber am Samstagmorgen nur 10 Spieler den Weg in unser Klubheim. Trotzdem zogen wir das Turnier wie geplant durch. Allen Teilnehmern hat es viel Spass gemacht und die Verpflegung war wieder ausgezeichnet (Torte, Würstchen und belegte Brötchen). Vor jeder Runde wurde die Stellung der Figuren auf der Grundreihe ausgelost und auf das Demobrett übertragen. Dann kopierten alle Teilnehmer die Stellung auch auf ihr Turnierbrett. Nach sieben Runde gewann der Jugendliche Adrian Gschnitzer aus Heidelberg das Turnier mit 7/ 7 Punkten. Auf dem zweiten Platz landete Andreas Gypser vom SK Ludwigshafen  mit 5.5 / 7. Er musste eine Niederlage gegen den Turniersieger und ein Remis gegen den Dritten Harald Lares (ebenfalls 5.5/ 7, aber schlechterer Buchholzwertung) quittieren.

 

1.Chess-960-Open 2014  SK Ludwigshafen 1912

Rangliste:  Stand nach der 7. Runde 
RangTeilnehmerTitelTWZAtVerein/OrtLandSRVPunkteBuchhSoBerg
1. Gschnitzer,Adrian 1958 SG Heidelberg-K GER 7 0 0 7.0 26.0 26.00
2. Gypser,Andreas,Dr 2151 SK 1912 Ludwigs GER 5 1 1 5.5 24.0 14.25
3. Lares,Harald 2034 SC Pirmasens 19 GER 5 1 1 5.5 21.5 11.75
4. Esswein,Karlheinz 2058 SK 1912 Ludwigs GER 5 0 2 5.0 20.0 7.50
5. Derlich,Manfred 1842 SK 1912 Ludwigs GER 4 1 2 4.5 20.0 7.00
6. Mansor,Tarec 1389 SG Kurpfalz e.V GER 3 0 4 3.0 25.0 3.00
7. Kemper,Yannick 1453 SV Betzdorf-Kir GER 1 1 5 1.5 29.5 1.50
8. Mang,Markus,Dr. 1724 SG Kaiserslaute GER 1 0 6 1.0 31.5 1.00
9. Kissel,Ralf 1759 SK 1912 Ludwigs GER 0 2 5 1.0 26.0 1.25
10. Ritter,Ralph 2077 SC 1997 Lambshe GER 0 2 5 1.0 21.5 2.75

 

 

Ankündigung Shôgi-Turnier am 31. Mai 2014 beim SK Ludwigshafen

Am 31. Mai veranstaltet der Schachklub Ludwigshafen 1912 wieder ein Shogi Turnier. Details stehen unter

 

http://shogilu.npage.de/turniermodus.html

Startgeld: 3 Euro

Zeitmodus: 20 Minuten und 30 Sekunden Byôyomi

Anmeldungen an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bitte melden Sie sich frühzeitig an (eine Woche vor dem Turnier). Anmeldungen sind zwar noch beim Einschecken möglich, aber es kann nicht garantiert werden, dass dann noch ein Platz frei ist.

Es wird nach dem Amalfi-System gelost. Als Feinwertung wird die Turnierleistung und die Buchholz-Wertung verwendet. Sollte es vorkommen, dass zwei punktgleiche Spieler auch die gleichen Feinwertungen erzielt haben, zählt der direkte Vergleich. Bei weniger als acht Teilnehmern wird mit dem Swiss-System gelost bzw. ein Rundenturnier gespielt. Im Falle eines Rundenturnieres wird als Feinwertung die Buchholz- und die Sonneborn-Berger-Wertung verwendet.

Einchecken: 12:00 Uhr bis 12:20 Uhr

Begrüßung: 12:20 Uhr

Runde 1: 12:30 Uhr

Runde 2: 13:30 Uhr

Runde 3: 14:30 Uhr

Runde 4: 15:30 Uhr

Runde 5: 16:30 Uhr

Siegerehrung um 17:30 Uhr

Pfalzopen Neustadt 2014

Das 5. Pfalz-Open fand vom 28.2. bis zum 4.3. statt. Ausgetragen wurden A- und B-Gruppe sowie ein Seniorenturnier. Die A-Gruppe wurde neunrundig, die anderen beiden Turniere siebenrundig gespielt.

Insgesamt waren fünf Zwölfer mit von der Partie, davon drei im A-Turnier, welches der ukrainische Großmeister Wladimir Baklan nach Wertung gewann.

Das beste Ergebnis für unseren Schachklub erzielte Andreas Lambert mit 5,5 Punkten. Bereits in der zweiten Runde sorgte er für eine kleine Überraschung, als er dem späteren geteilten Erstplatzierten Sebastian Bogner ein Unentschieden abnahm. In einer langen Manövrierpartie ließen die Kräfte des jungen Großmeister gegen Ende deutlich nach, und nachdem er ein Dauerschach verschmähte, bekam er sogar noch selbst Probleme.

Kurioserweise spielte Andreas in den Runden sechs bis acht in drei Partien in Folge die neuerdings in Mode gekommene Variante 4.exd5 in der französischen Verteidigung. Hier holte er zwei Punkte aus den Partien mit Anzugsvorteil.

Ein gutes Turnier spielte der Nachwuchsspieler Julius Muckle, der 5 Punkte erzielte. Die meisten seiner Partien endeten Remis, wobei er praktisch immer auf ratinghöhere Gegner traf. Unter anderem erreichte er ein Unentschieden gegen FM Bernd Vökler.

Ich spielte deutlich weniger solide. Bereits in der ersten Runde führte mich meine riskante Spielweise an den Rand einer Niederlage, und in einigen späteren Partien wirkte sich mangelnde Vertrautheit mit den gewählten Eröffnungsvarianten negativ aus. Dafür gelang es mir in den Runden fünf und acht, zwei schöne Königsangriffe erfolgreich abzuschließen . Unter dem Strich stand am Ende mit 5 Punkten ein Ergebnis, das im Rahmen der Erwartungen lag.

In der B-Gruppe gingen die Ludwigshafener Schachfreunde Ralf Kissel und Richard Muckle an Brett, die beide auf 3,5 Punkte kamen. Richard spielte damit ein gutes Turnier, während Ralf nicht ganz zufrieden sein wird.

Während die Homepage des Turniers noch Verbesserungsbedarf hat, waren sowohl die Ausrichtung vor Ort als auch das vom Veranstalter vermittelte Hotel ausgezeichnet. Das Turnier kann weiterempfohlen werden.

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