Spielbetrieb

Chess960 Turnier bei den 12ern

Zum ersten Mal haben wir in diesem Jahr ein Offenes Chess960 Turnier ausgerichtet. Nach der klubinternen Premiere im vergangenen Jahr, an der 14 Spieler teilnahmen, hatten wir durchaus mit einer ordentlichen Zahl an Teilnehmern gerechnet. Leider fanden aber am Samstagmorgen nur 10 Spieler den Weg in unser Klubheim. Trotzdem zogen wir das Turnier wie geplant durch. Allen Teilnehmern hat es viel Spass gemacht und die Verpflegung war wieder ausgezeichnet (Torte, Würstchen und belegte Brötchen). Vor jeder Runde wurde die Stellung der Figuren auf der Grundreihe ausgelost und auf das Demobrett übertragen. Dann kopierten alle Teilnehmer die Stellung auch auf ihr Turnierbrett. Nach sieben Runde gewann der Jugendliche Adrian Gschnitzer aus Heidelberg das Turnier mit 7/ 7 Punkten. Auf dem zweiten Platz landete Andreas Gypser vom SK Ludwigshafen  mit 5.5 / 7. Er musste eine Niederlage gegen den Turniersieger und ein Remis gegen den Dritten Harald Lares (ebenfalls 5.5/ 7, aber schlechterer Buchholzwertung) quittieren.

 

1.Chess-960-Open 2014  SK Ludwigshafen 1912

Rangliste:  Stand nach der 7. Runde 
RangTeilnehmerTitelTWZAtVerein/OrtLandSRVPunkteBuchhSoBerg
1. Gschnitzer,Adrian 1958 SG Heidelberg-K GER 7 0 0 7.0 26.0 26.00
2. Gypser,Andreas,Dr 2151 SK 1912 Ludwigs GER 5 1 1 5.5 24.0 14.25
3. Lares,Harald 2034 SC Pirmasens 19 GER 5 1 1 5.5 21.5 11.75
4. Esswein,Karlheinz 2058 SK 1912 Ludwigs GER 5 0 2 5.0 20.0 7.50
5. Derlich,Manfred 1842 SK 1912 Ludwigs GER 4 1 2 4.5 20.0 7.00
6. Mansor,Tarec 1389 SG Kurpfalz e.V GER 3 0 4 3.0 25.0 3.00
7. Kemper,Yannick 1453 SV Betzdorf-Kir GER 1 1 5 1.5 29.5 1.50
8. Mang,Markus,Dr. 1724 SG Kaiserslaute GER 1 0 6 1.0 31.5 1.00
9. Kissel,Ralf 1759 SK 1912 Ludwigs GER 0 2 5 1.0 26.0 1.25
10. Ritter,Ralph 2077 SC 1997 Lambshe GER 0 2 5 1.0 21.5 2.75

 

 

Ankündigung Shôgi-Turnier am 31. Mai 2014 beim SK Ludwigshafen

Am 31. Mai veranstaltet der Schachklub Ludwigshafen 1912 wieder ein Shogi Turnier. Details stehen unter

 

http://shogilu.npage.de/turniermodus.html

Startgeld: 3 Euro

Zeitmodus: 20 Minuten und 30 Sekunden Byôyomi

Anmeldungen an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bitte melden Sie sich frühzeitig an (eine Woche vor dem Turnier). Anmeldungen sind zwar noch beim Einschecken möglich, aber es kann nicht garantiert werden, dass dann noch ein Platz frei ist.

Es wird nach dem Amalfi-System gelost. Als Feinwertung wird die Turnierleistung und die Buchholz-Wertung verwendet. Sollte es vorkommen, dass zwei punktgleiche Spieler auch die gleichen Feinwertungen erzielt haben, zählt der direkte Vergleich. Bei weniger als acht Teilnehmern wird mit dem Swiss-System gelost bzw. ein Rundenturnier gespielt. Im Falle eines Rundenturnieres wird als Feinwertung die Buchholz- und die Sonneborn-Berger-Wertung verwendet.

Einchecken: 12:00 Uhr bis 12:20 Uhr

Begrüßung: 12:20 Uhr

Runde 1: 12:30 Uhr

Runde 2: 13:30 Uhr

Runde 3: 14:30 Uhr

Runde 4: 15:30 Uhr

Runde 5: 16:30 Uhr

Siegerehrung um 17:30 Uhr

Pfalzopen Neustadt 2014

Das 5. Pfalz-Open fand vom 28.2. bis zum 4.3. statt. Ausgetragen wurden A- und B-Gruppe sowie ein Seniorenturnier. Die A-Gruppe wurde neunrundig, die anderen beiden Turniere siebenrundig gespielt.

Insgesamt waren fünf Zwölfer mit von der Partie, davon drei im A-Turnier, welches der ukrainische Großmeister Wladimir Baklan nach Wertung gewann.

Das beste Ergebnis für unseren Schachklub erzielte Andreas Lambert mit 5,5 Punkten. Bereits in der zweiten Runde sorgte er für eine kleine Überraschung, als er dem späteren geteilten Erstplatzierten Sebastian Bogner ein Unentschieden abnahm. In einer langen Manövrierpartie ließen die Kräfte des jungen Großmeister gegen Ende deutlich nach, und nachdem er ein Dauerschach verschmähte, bekam er sogar noch selbst Probleme.

Kurioserweise spielte Andreas in den Runden sechs bis acht in drei Partien in Folge die neuerdings in Mode gekommene Variante 4.exd5 in der französischen Verteidigung. Hier holte er zwei Punkte aus den Partien mit Anzugsvorteil.

Ein gutes Turnier spielte der Nachwuchsspieler Julius Muckle, der 5 Punkte erzielte. Die meisten seiner Partien endeten Remis, wobei er praktisch immer auf ratinghöhere Gegner traf. Unter anderem erreichte er ein Unentschieden gegen FM Bernd Vökler.

Ich spielte deutlich weniger solide. Bereits in der ersten Runde führte mich meine riskante Spielweise an den Rand einer Niederlage, und in einigen späteren Partien wirkte sich mangelnde Vertrautheit mit den gewählten Eröffnungsvarianten negativ aus. Dafür gelang es mir in den Runden fünf und acht, zwei schöne Königsangriffe erfolgreich abzuschließen . Unter dem Strich stand am Ende mit 5 Punkten ein Ergebnis, das im Rahmen der Erwartungen lag.

In der B-Gruppe gingen die Ludwigshafener Schachfreunde Ralf Kissel und Richard Muckle an Brett, die beide auf 3,5 Punkte kamen. Richard spielte damit ein gutes Turnier, während Ralf nicht ganz zufrieden sein wird.

Während die Homepage des Turniers noch Verbesserungsbedarf hat, waren sowohl die Ausrichtung vor Ort als auch das vom Veranstalter vermittelte Hotel ausgezeichnet. Das Turnier kann weiterempfohlen werden.

Pascal Barzen gewinnt 35. Schnellschach-Open

Zum 35. Schnellschach-Open des SK Ludwigshafen kamen in diesem Jahr 36 Teilnehmer, fünf mehr als im vergangenen Jahr. Turnierfavorit war GM Vitaly Kunin (Mörlenbach) vor IM Vadim Chernov (Ladenburg). Am Ende setzte sich jedoch ein Außenseiter durch: Pascal Barzen (SG Reil-Kinheim). Er holte 6.5 Punkte aus 7 Partien und gewann gegen beide Titeltäger Kunin und Chernov in hochtaktischen Gefechten. Auf dem zweiten Platz platzierte sich IM Chernov mit einem ganzen Punkt Rückstand auf den ersten Platz und einem halben Punkt vor einer Verfolgergruppe von drei Spielern mit 5.0 Punkten. Aufgrund der besten Wertung kam GM Vitaly Kunin auf den 3. Platz, vor Fedor Dushatskiy (Hockenheim) und Fred Wehner vom SC Hennweiler. Fred Wehner gewann den Ratingpreis für Spieler mit DWZ <2000. In der Kategorie DWZ <1800 setzte sich Ernst Burg durch (4 Punkte) , in der Gruppe der Spieler mit DWZ <1600 kam der Jugendliche Kim-Luca Wasielewski auf den ersten Platz (3.5 Punkte). Den DWZ Preis DWZ <1400 gewann schließlich Michael Janzen vom SC Viernheim (2 Punkte). Bester 12er war Karlheinz Esswein, der in der letzten Runde noch an Brett 1 spielte, leider aber gegen den Turniersieger verlor und mit 4.5 Punkten auf den 9. Platz kam. Das Turnier lief wieder reibungslos ab. Für vielfältige Verpflegung (Erbsensuppe mit Wiener, belegte Brötchen etc.) wurde wiede rvom Küchenteam um Christine Frotscher gesorgt. Die Turnierleitung lag in den bewährten Händen von Manfred Derlich, die Auslosung wurde von Alexander Larsch souverän gemeistert.

 

 

35.  Schnellschach-Open 2014

SK Ludwigshafen  1912

Rangliste:  Stand nach der 7. Runde 
RangTeilnehmerTitelTWZAtVerein/OrtLandSRVPunkteBuchhSoBerg
1. Barzen,Pascal 2178 SG Reil-Kinheim GER 6 1 0 6.5 29.5 27.00
2. Chernov,Vadim IM 2445 SK 1962 Ladenbu ROU 5 1 1 5.5 30.0 21.00
3. Kunin,Vitaly GM 2545 Freibauer Mörle GER 4 2 1 5.0 32.5 21.25
4. Dushatskiy,Fedor 2190 SV Hockenheim GER 4 2 1 5.0 27.5 19.00
5. Wehner,Fred 1957 SC Hennweiler GER 4 2 1 5.0 26.5 18.25
6. Kessler,Andreas 2190 SC 1997 Lambshe GER 4 1 2 4.5 29.5 16.75
7. Rövekamp,Frank 2296 Schachverein 19 GER 4 1 2 4.5 29.0 15.75
8. Pelt,Alexander 2105 SC Schifferstad GER 4 1 2 4.5 28.0 15.25
9. Esswein,Karlheinz 2058 SK 1912 Ludwigs GER 4 1 2 4.5 27.5 14.00
10. Johann,Christof,D 2187 SK Frankenthal GER 3 3 1 4.5 27.0 16.00
11. Lares,Harald 2040 SC Pirmasens 19 GER 4 1 2 4.5 19.5 11.00
12. Engel,Berthold 2189 SG Heidelberg-K GER 3 2 2 4.0 28.0 13.75
13. Diehl,Klaus 2105 SC Pirmasens 19 GER 3 2 2 4.0 24.0 11.75
14. Burg,Ernst 1888 SG Reil-Kinheim GER 3 2 2 4.0 23.0 12.00
15. Wasielewski,Kim-L 1596 Heilbronner SV GER 3 1 3 3.5 26.5 11.75
16. Muckle,Julius 1840 SK 1912 Ludwigs GER 3 1 3 3.5 26.0 11.25
17. Wenninger,Patrick 1737 Heilbronner SV GER 3 1 3 3.5 25.5 9.25
18. Uhrig, Udo 1651 GER 3 1 3 3.5 25.0 11.50
19. Berger, Jacob 1964 USA 3 1 3 3.5 22.0 10.00
20. Modric,Vladimir 1886 SC 1961 König N GER 3 1 3 3.5 19.0 6.50
21. Pfrengle,Tim 1861 SC Hennweiler GER 3 0 4 3.0 29.5 12.00
22. Mrvicin,Marin 1940 SC 1924 Lampert GER 2 2 3 3.0 29.5 11.25
23. Lütz,Jannik 1715 SG Reil-Kinheim GER 2 2 3 3.0 29.5 10.50
24. Lösch,Torsten 1972 SC 1924 Lampert GER 2 2 3 3.0 24.0 8.25
25. Kissel,Ralf 1781 SK 1912 Ludwigs GER 3 0 4 3.0 23.5 6.50
26. Klaus,Rainer 1963 SK Frankenthal GER 3 0 4 3.0 20.0 5.00
27. Höhler,Waldemar 1855 SV 1947 Walldor GER 3 0 4 3.0 18.5 5.00
28. Burg,Karl-Josef 1476 SG Reil-Kinheim GER 2 1 4 2.5 23.0 7.75
29. Degenhard,Simon 1693 Heilbronner SV GER 2 1 4 2.5 22.0 5.75
30. Muckle,Richard 1536 SK 1912 Ludwigs GER 2 1 4 2.5 18.0 4.50
31. Stecher,Armin 1576 SK Bingen GER 2 0 5 2.0 22.0 4.50
32. Janzen,Michael 1298 SC Viernheim 19 GER 1 2 4 2.0 17.5 3.50
33. Schindehütte,Fran 1656 SAbt VfL Goldst GER 1 1 5 1.5 20.5 1.50
34. Gauweiler,Werner 1804 * Schachhaus Ludw GER 1 1 3 1.5 18.0 1.50
35. Hammann,Jörg 1948 * Schachhaus Ludw GER 0 2 3 1.0 24.0 3.00
36. Leykauf,Thomas 1317 Heilbronner SV GER 0 1 6 0.5 18.0 1.00

 

 

Kunin Kissel klein
GM Kunin gegen Ralf Kissel in der ersten Runde

Turniersaal klein

Impressionen aus dem Turniersaal

 

 

Kunin Esswein klein

Karlheinz Esswein bringt GM Kunin in Bedrängnis

 Turniersieger Pascal Barzen klein

1. Platz: Pascal Barzen

 2 Platz Vadim Chernov klein

2. Platz: IM Vadim Chernov

 3 Platz Vitaly Kunin klein

3. Platz GM Vitaly Kunin

Boeblingen 2013 - A-Turnier

Böblingen, das heisst 5 Tage schlafen, essen, Schach spielen und das alles in einem 4-Sterne Hotel zu Spezial-Konditionen (z.B.: Übernachtung + Frühstück 50 Euro, 1 grosse Flasche Wasser 1,00). Kurzgesagt : Ein Schachspielerparadis. Anstrengend ist es allerdings schon, 9 Runden in 5 Tagen zu absolvieren, was auch die geringe Zahl von Seniorenspielern erklärt.
Unser Abschneiden hat Ralf schon in seinen Artikeln zusammengefasst, ich ergänze noch ein paar Links und berichte dann über das A-Turnier und mein dortiges Abschneiden.

Infos und Website

Hier gibt es alle Infos zu den drei Opens, DWZ + Elo-Auswertungen, diverse Tabellen : http://www.boeblinger-open.de/reiner_bbopen/open2013/index.html

In den Fortschrittstabellen kann man den Turnierverlauf gut nachvollziehen, beispielsweise sieht man hier sehr schön, wie Richard das C-Turnier gewonnen hat : http://www.boeblinger-open.de/reiner_bbopen/open2013/TabellenC/bbop2013C-Fort-R9.html
Bei Punktgleichheit zählt der Elo-Schnitt der Gegner als Tie-Break.

A-Turnier : Verlauf an der Spitze

Im A-Turnier hatten die Elo-Favoriten so ihre Schwierigkeiten. Gewonnen hat am Ende mit GM Gavrilov die Nummer 5 der Setzliste. Der Rating-Favorit Burmakin (Elo 2585) trug einen ausgeprägt technischen Stil vor und spielte 4 mal Remis. So landete er mit 7 Punkten nur auf Platz 3, zusammen mit GM Starostits und dem stark aufspielenden Münchner IM Fedorovsky (Elo 2388). Platz 5 ging an den Mutterstätter Simon Commercon, der in der letzten Runde GM Milov durch hartnäckige Verteidigung zum Überziehen provozieren konnte.

Mein Turnier

Ich bin erfolgreich gestartet und konnte mich in der ersten Turnierhälfte an den vorderen Brettern behaupten. In der zweiten Hälfte lies ich dann etwas nach, konnte aber insgesamt ein paar Elo und DWZ-Punkte einsacken. Hier die Rundenberichte mit ein paar Partiefragmenten.

 

1.Runde Dominik Klaus, DWZ 1938

Ein Pflichtpunkt, zumindest wenn man nach den Wertungszahlen geht. Mit 14.Sd5 drohte ich die Gabel auf e7. Mein Gegner wollte den Springer nicht tauschen, weil sich dann die c-Linie für meine Türme geöffnet hätte. Er deckte also das Schach auf e7 mit Te8. Dabei hatte er allerdings eine Kleinigkeit übersehen.

 

 

2. Runde : FM Uwe Kersten, DWZ 2235

Ich hatte im Mittelspiel etwas den Faden verloren und fand mich in einem verlorenen Endspiel mit Minusbauer wieder, mit einer schwachen Hoffnung auf ein Remis durch ungleichfarbige Läufer. Tatsächlich ging die Partie - auch bedingt durch die gegnerische Zeitnot - Remis aus, jedoch übersahen wir beide eine taktische Finesse.

3. Runde : FM Christof Schild, DWZ 2344

Meine beste Partie. In der Eröffnung konnte ich mir die überlegene Leichtfigur verschaffen, und diesen Vorteil gegen den technisch starken Freiburger FM zum Sieg verdichten. Die Partie an sich ist allerdings eine etwas trockene Angelegenheit. Schild hatte ein rabenschwarzes Turnier. In der ersten Runde spielte er nur Remis, und nach der Niederlage gegen mich verlor er gleich noch die nächste Partie.

4. Runde : IM Ulrich Schulze, DWZ 2241

Ulrich Schulze brachte in einer bekannten Theoriestellung ein positionelles Figurenopfer für drei Bauern. Ich reagierte präzise und erreichte eine ausgeglichene Stellung, worauf mein Gegner unter dem Gesichtspunkt der Kräfteeinteilung (Doppelrunden) remis anbot.

5. Runde : IM Ana Matnadze DWZ 2393

Die georgische Spanierin war eine Nummer zu gross für mich. Leider ist das die einzige Partie, die ihren Weg in die bekannten Datenbanken finden wird. Also hier ist das gute Stück, das für mich die dunkle Phase des Turniers einleitete.

6. Runde : Roland Schmid, DWZ 2240

Im 14.Zug pflanzte mir Schmid einen Springer auf d3 ein, der bis zum Ende der Partie dort verbleiben sollte. Allerdings entwickelte er sich mehr und mehr zum Sorgenkind. In der Stellung unten kann Weiss mit 26.Se1 einen Bauern gewinnen, die schwarze Kompensation wäre nicht so stark wie ich es erwartet hatte. Da ich jedoch die ganze Partie über schon in der Defensive war, wählte ich eine forciertere Fortsetzung, die zum Dauerschach führen sollte.

7. Runde : IM Zoran Novoselski, Elo 2381

Obwohl mich Novoselski in der Eröffnung überraschte, konnte ich mit Schwarz ein ausgeglichenes Endspiel erreichen. Hier gelang es Novoselski, mich langsam aber sicher zu überspielen. Auch im Nachhinein ist mir nicht so recht klar, was da schief lief. Vielleicht war das Endspiel ja doch nicht so ausgeglichen ...

8.Runde : Jakob Schuhmacher, DWZ 2019

Nun lag ich wieder bei 50% und bekam zum Ende noch einen Jugendlichen zugelost. Wir spielten eine Bogo-Indische Partie, wobei ich das Pech hatte, das Schuhmacher diese Eröffnung selbst im Repertoire führt. Mein Gegner nutze eine ungenaue Zugfolge meinerseits um am Königsflügel eine gefährliche Initiative zu entwickeln. Es entstand die folgende Stellung, in der wir beide glaubten, Schwarz könne nicht auf e4 nehmen, weil nach Th2 dann Dh8 mit Gewinn des ungedeckten Ta8 droht.

9.Runde : Tobias Schmidt, DWZ 1955

Nach dem U16-Spieler der vorherigen Runde bekam ich es nun mit einem U14-Spieler zu tun. Die Eröffnung endete wie meistens mit leichtem Vorteil für meinen Gegner, der allerdings zumindest bezüglich der Bauernstruktur Zugeständnisse gemacht hatte. Das Remisangebot nahm ich an, so dass ich das Turnier mit 50% abschloss.

 

5 Zwölfer beim Open in Böblingen: Gelungene Aktion

Beim bereits 30. Open in Böblingen vom 26. bis 30. Dezember waren 5 Zwölfer dabei. In der A-Gruppe spielte Andreas Lambert. In der B-Gruppe (bis Wertungszahl 2000) waren Julius Muckle, Reinhardt Fischer und Ralf Kissel dabei. In der C-Gruppe trat Richard Muckle an.

Andreas, Reinhardt und Ralf waren zu sehr günstigen Konditionen im Mercure-Hotel untergebracht (gleichzeitig Spiellokal), während die Mucklezwillinge von ihrem Vater morgens nach Böblingen und abends wieder zurück gefahren wurden.

Es wurden 9 Runden gespielt und das Ergebnis war kollektiv sehr erfreulich. Richard konnte gleich 203 (!!) DWZ-Punkte gut machen und die C-Gruppe gewinnen (er war an 17 gesetzt – siehe Sonderbericht).

In der A-Gruppe spielte Andreas Lambert sehr stark, gewann unter anderem gegen FM Schild und erreichte Schwarzremisen gegen FM Kersten und IM Schulz. Mit 4,5 Punkten gewann er 28 Punkte dazu.

In der B-Gruppe erreichte Julius Muckle 6 aus 9 und konnte so 11 Punkte auf sein Habenkonto schreiben. Tragisch allerdings, dass er in Runde 7, bis dahin noch ungeschlagen, im 39. Zug in Gewinnstellung die Zeit überschritt. Sonst hätte er ganz oben mitspielen können. Reinhardt spielte sehr kreatives Schach und erreichte nach längerer Turnierpause mit 4,5 Punkte solide 50 Prozent.

Ralf Kissel war leider wieder mal achterbahnmäßig unterwegs, was mit 3,5 Punkten zu einem Verlust von 40 Punkten führte. Zwei sehr schlechten Leistungen gegen schlagbare Gegner standen dabei auch drei schöne Weißpartien gegenüber. Nach einem Fehlstart mit 0 aus 3 (unter anderem ließ ich in schlechterer Stellung eine Stellungswiederholung aus und lehnte in nur scheinbar besserer Stellung mit zwei Mehrbauern ein Remis ab) ging es nur noch um Schadensbegrenzung, was immerhin gelang.

Organisation und Spielbedingungen waren optimal und das Turnier ist daher sehr zu empfehlen.

Zwölfer erfolgreich beim Schlossfest-Simultan in Mannheim

Am Samstag, 7. September fand im Schloss in Mannheim ein Simultanturnier statt. IM Prof. Christian Mann spielte gegen zehn Gegner, darunter Manfred Derlich. Manfred gelang ein Remis- nach hartem Kampf konnte er ein Turmendspiel mit Minusbauer Unentschieden halten.
Die mehrfache Deutsche Meisterin Melanie Ohme spielte danach gegen elf Gegner, darunter Julius Muckle, Ralf Kissel und Andreas Gypser. Die sympathische Psychlogie-Absolventin bot an, dass die Gegner statt wie üblich mit Schwarz auch die weißen Steine wählen konnten, was wir aber alle nicht wahrnahmen- denn zumindest Julius und Andreas hatten sich auf Schwarz vorbereitet.
Ralf kam in einem selten gespielten Abspiel der französischen Verteidigung schnell in eine passive Position und musste einen Turm geben und verlor die Partie. Bei Andreas kam das Giuco Piano aufs Brett.  Nach einem laut Theorie ungenauen Zug von Weiß ging die Initiative auf Schwarz über, allerdings auf Kosten einer geschwächten schwarzen Königsstellung. Die Stellung fühlte sich angenehmer zu spielen an für Schwarz, wobei Sfr. Fritz 13 die Position meist nah am Ausgleich einschätzt. Schließlich konnte Andreas einen Bauern gewinnen. Da der schwarze König aber- mit den Damen noch auf dem Brett- so ungeschützt stand, war lange Zeit nicht klar, ob die Partie zu gewinnen war oder doch Remis enden sollte. Nach dreieinhalb Stunden machte Melanie Ohme im Damenendspiel dann aber einen Fehler und  Andreas konnte mit seinem König in die weiße Stellung eindringen und weitere Bauern einsammeln- Schwarz gewann nach 69 Zügen.
Julius kam gut aus der Eröffnung und hatte eine leichte Initiative. Ein Remisangebot lehnte seine Gegnerin allerdings ab. Später bot sie ihm dann Remis an, da wollte Julius dann in gut spielbarer Stellung allerdings nicht mehr (guter Kampfgeist!). Schliesslich gewann er am Damenflügel in einem Springer-gegen- Läufer Endspiel einige Bauern und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.
Melanie Ohme hat, auch wenn sie gegen uns Punkte lassen musste, insgesamt klar gewonnen. sie verlor lt. Morgenweb eine weitere Partie, und gab noch ein Remis bei sieben Siegen ab.
Das Simultan war ein schönes Event mit vielen Zuschauern die beim Besuch des Schlossfestes vorbeischauten und kibitzten- eine schöne Werbung für das Schach.

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