Spielbetrieb

SK Ludwigshafen 1912: Newsletter Oktober 2017

Liebe Schachfreunde!


Bei der Deutschen Meisterschaft der Landesverbände der Senioren spielten auch zwei 12er mit
Dieter Giesen führte Rheinland-Pfalz 1 an Brett 1 an. Karlheinz Eßwein hatte das Spitzenbrett bei
Rheinland-Pfalz 2 inne. Beide holten je sechs Remis bei einer Niederlage; RLP 1 wurde in der
Gesamtwertung 17., RLP 2 landete auf dem 26. Platz.
Bei der Deutschen Ländermeisterschaft der Jugendmannschaften in Hannover spielte Julius Muckle
in diesem Jahr am ersten Brett der Mannschaft von Rheinland-Pfalz. Er holte 2.5 / 7 und die
Mannschaft von Rheinland-Pfalz landete in der Gesamtwertung auf dem 10. Platz.
Der Schachtherapeut Manfred Herbold hat Band 2 seiner Trilogie „Der Schachtherapeut“
veröffentlicht. Am Freitag, 22.September gab er einen Trainingsabend zum Thema „Taktische
Endspiele“; leider waren wg. der Friesenheimer Kerwe nicht viele Vereinsmitglieder anwesend. Am
Freitag 27.10. ist Manfred wieder zu einem Trainingsabend im Klub und es besteht dann auch wieder
die Gelegenheit, sein Buch zu erwerben!
Johannes Feldmann spielte beim Offenen Internationalen Schachturnier in Unterhaching in den
ersten 7 Runden sehr erfolgreich (5 /7). Leider kam dann in den letzten beiden Runden nur noch ein
weiterer halber Punkt dazu, sodass es für die Preisränge nicht mehr langte.
Unser Bücherwart Ralf Kissel spielte beim diesjährigen Open in Eschborn mit. Mit 2 aus 5 konnte er
seine Spielstärke bestätigen.
Am Freitag, 20.10. startet die diesjährige Klubmeisterschaft mit elf Teilnehmern im Schweizer
System. Mit Johannes Feldmann, Andreas Lambert und Reiner Junker sind aus der 1. Mannschaft
drei Spieler dabei, die Klubmeister Yannick Kemper herausfordern.
Am 2. Spieltag der 1. Rheinland-Pfalz Liga verlor die 1. Mannschaft zu Hause deutlich mit 2:6 gegen
Frankenthal. Die nächsten Spieltage werden zeigen, ob in dieser Saison der Kampf um den Aufstieg
doch noch möglich sein wird. Der 2. Mannschaft gelang in der 1. Pfalzliga trotz Ersatz ein 4.5:3,5
Sieg gegen Niedermohr- Hütschenhausen; sie ist mit 4:0 Punkten momentan noch verlustpunktfrei.
IBAN: DE93 5455 0010 0007 8001 39 SWIFT-BIC: LUHSDE6AXXX
In der Bezirksliga Nord-Ost sind bereits drei Spieltage gespielt und auch mit nur sieben Spielern
gelang unserer 3. Mannschaft ein Heimsieg gegen Lambsheim 3. In der Kreisliga holte die 4.
Mannschaft am 2. Spieltag ein 3:3 gegen Lambsheim 4.
Das Monatsblitzturnier im Oktober gewann Julius Muckle mit weißer Weste (100%) vor Jochen Bruch
und Richard Muckle auf dem geteilten zweiten Platz.

 

Termine

 

• In Worms findet bereits zum 13. Mal das Nibelungen-Open statt. Vom 28. Oktober bis 31.
Oktober werden 7 Runden CH System in Turnierpartien mit Fischer-Bedenkzeit ausgetragen.
• Die Klubmeisterschaft der Kinder und Jugendlichen des SK Ludwigshafen 1912 findet am
Samstag, 04.November im Klubheim statt. Beginn ist morgens um 10.00 h, Meldeschluss um
9.30 h.
• Am 01. November findet in Frankenthal das 11. Schnellschachturnier statt. Beginn ist um 10
h; Meldeschluss um 9.45 h. Es werden neun Runden Schweizer System (10 min + 5 s pro
Zug je Partie und Spieler gespielt).
• Ab November bieten wir an jedem 2. Dienstag im Monat ein Schnellschach-Turnier an. Es ist
offen auch für Gäste. Wir spielen fünf Runden Schweizer System mit 15 min Bedenkzeit pro
Spieler. Wir fangen jeweils pünktlich um 19.00 h an und allerspätestens um 22.00 h ist das
Turnier dann beendet. Im November findet das Turnier am 14.11. statt!
• Am Samstag, 18. November findet in Schifferstadt der Jugend-Grand-Prix mit ABC-Turnier
statt.
• Die Weihnachtsfeier für die Kinder und Jugendlichen findet in diesem Jahr am Dienstag, 12.
Dezember ab 17.00 h im Klubheim statt.
• In Frankenthal findet wieder das Weihnachtsopen statt: vom 27. Dezember bis 30. Dezember
können sich alle Schachenthusisaten in drei Ratinggruppen im königlichen Spiel in 7 Runden
Schweizer System üben.
• Das Schnellschach-Open 2018 findet am 6. Januar 2018 wieder in der Aula der BBS
Wirtschaft 1 in der Mundenheimer Str. 220 statt.
• Die Mitgliederversammlung 2018, bei der auch die Neuwahlen des gesamten Vorstandes
anstehen, findet am Freitag, 26.Januar 2018 ab 20.00 h im Klubheim statt. Die Jugendversammlung
werden wir am Dienstag, 23. Januar veranstalten; an diesem Tag wählen wir
auch den Jugendsprecher bzw. Vertreter.
Mit freundlichem Schachgruß
Andreas Gypser
1.Vorsitzender SK Ludwigshafen 1912

Seniorenkampf 1912 gegen Neustadt

Hauchdünner Sieg für  die 12er!

 

Am 18. 10. 2017 war es wieder soweit. Der 1. Mannschaftskampf der Senioren in der neuen Saison. Nach einer halben Stunde war noch nichts passiert. Die ersten drei Bretter standen noch auf Remis. Lediglich Brett 4 hatte eine Gewinnstellung.

 

Als Hermann Remis angeboten bekam, nahm er sorfort an. Nicht weil er Angst hatte zu verlieren, sondern weil er gut kalkuliert hatte. Er schätzte die ersten 3 Bretter mit Remis ein und somit war es ein kluger Schachzug das Remis anzunehmen. Bei der späteren Analyse mit seinem Gegner stellte sich heraus, daß keiner von ihnen in Vorteil gelangen konnte.

 

Als nächstes gratulierte mir mein Gegner einen Zug vor dem Matt. Er sagte er hätte dies völlig übersehen. Wenn er es jedoch pariert hätte, wäre mein A Bauer zur Dame geschritten. Dies hätte am Resultat nichts geändert.Endlich mal keinen Fehler in der Eröffnung und die angehäuften Vorteile ausgenutzt (Alle Bauern auf Schwarz bei einem gegnerischen weißem Läufer).

 

Danach einigten sich Dieter und Hans Peter Fecht an Brett1  auf Remis.

 

An Brett 2 wurde es jetzt noch einmal richtig spannend. Es war eine sehr komplizierte Stellung entstanden, bei der sich keiner einen Fehler erlauben durfte. Aber Hans überzog nicht und hielt das Remis fest.

 

21SG Ludwigshafen19663SG PSV Neustadt1839new2.66
1 2 Villing,Dieter 1995 2 Fecht,Hans-Peter 1960 ½ ½ 0.55
2 4 Kelchner,Hans 2035 3 Loos,Udo 1936 ½ ½ 0.64
3 5 Krieger,Hermann 1970 4 Bohne,Lutz 1861 ½ ½ 0.65
4 7 Vohmann,Wolfgang 1862 7 Schmidt-Hieber,Michael,Dr. 1597 1 0 0.82

Sehr positiv war auch, daß Schifferstadt dem Mitkonkurrenten Pirmasens einen Punkt abluchsen konnte, was vorher bestimmt nicht zu erwarten war.

Klubmeisterschaft Paarung 1.Runde

Klubmeisterschaft 2017/18

Beginn (1.Runde) ist am 20.10.2017

 

Kurzfassung (ausführlicher habt ihr es in der Email von Manfred) :

Partiebeginn ist 20:00, ausser bei Spielern die aus wichtigem Grund (z.B. beruflich bedingt) erst um 20:30 antreten können.

Die festgelegten Termine sind bindend. Die Wartezeit ab Partiebeginn beträgt 30 Minuten. Spielverlegungen sind im Einvernehmen mit dem Gegner und dem Turnierleiter (Manfred Derlich) statthaft.

 

Die zweite Runde ist am 17.11.2017, bis dahin müssen alle Partien gespielt sein.

 

 

 

Paarungsliste der 1. Runde  
TischTNrTeilnehmerTitePunkte-TNrTeilnehmerTitePunkteErgebnisAt
1 11. Kissel,Ralf () - 1. Lambert,Andreas ()  - 
2 2. Feldmann,Johanne () - 7. Cerny,Jan ()  - 
3 8. Heimann,Leo () - 3. Junker,Reiner ()  - 
4 4. Gypser,Andreas,D () - 9. Petschick,Claus ()  - 
5 10. Kemper,Yannick () - 5. Derlich,Manfred ()  - 
6 6. Buchäckert,Jürge () - 12. spielfrei ()  - 

Rheinlandpfalzliga : Harte Niederlage

Heute spielten wir in der zweiten Runde der Rheinlandpfalzliga gegen Frankenthal, einen unserer Konkurrenten um den begehrten Aufstiegsplatz.
Obwohl wir diesmal ohne Ersatz spielten, haben 2-6 verloren. Dabei fing es eigentlich ganz gut an, nach einer Stunde standen alle ok, auch die die sonst in der Eröffnung öfter mal Schwierigkeiten hatten.

Die Ereignisse in zeitlicher Abfolge :

10:00 : Start
13:40 : Roland Simon verrechnete sich in einer Stellung in der beide Spieler glaubten, etwas besser zu stehen. Das führte zu Bauernverlust und später zum aussichtslosen Endspiel. 0-1.
13:45 : Nur kurze Zeit später gab Andreas Lambert auf. Er hatte seinen Gegner in der Eröffnung überrascht, kam dann jedoch selbst mit den entstehenden Stellungsbildern nicht klar. Ein taktischer Einschlag kostete einen Bauern bei weiterhin schlechter Stellung und knapper Zeit. 0-2
Zu diesem Zeitpunkt hatten Reiner Junker und Richard Muckle jeweils eine Qualität weniger, so dass es an Brett 4-8 nicht gut aussah.

13:59 : Johannes Feldmann war im Franzosen am Königsflügel arg unter Druck gekommen, konnte sich jedoch ins Dauerschach retten. 0,5 - 2,5

14:05 : Reiner Junker konnte keine Kompensation für die Qualität bekommen und verlor. 0,5 - 3,5

14:10 : Remis von Jochen Bruch an Brett 2. Jochen hatte ein Remisangebot abgelehnt und im Damenendspiel eine leichte Initiative entwickelt. Der Gegner opferte dann eine Figur und konnte das Endspiel aufgrund des "falschen" Randbauern (a-Bauer bei eigenem schwarzfeldrigen Läufer) remis halten.  1-4

14:45 : Stefan Johann erziehlte den Ehrentreffer. In einem Damengambit nutzte er im Endspiel die aktive Figurenstellung und die bessere Bauernstruktur. 2-4

Die verbliebenen beiden Partien gingen ebenfalls verloren.

Julius Muckle hatte an Brett 1 ein interessantes Figurenopfer gebracht, wofür er langfristige Initiative bekam. Der Gegner gab die Figur zurück und landete im besseren Endspiel, das er dann auch gewinnen konnte.

Richard Muckle hatte in der Eröffnung leichten Vorteil erhalten, den er bis ins Endspiel halten konnte. Dort hätte er Remis halten können, sah jedoch eine scheinbar günstige Möglichkeit auf Gewinn zu spielen. Diese Möglichkeit erwies sich als zu riskant, und der Gegner konnte mit Qualität mehr gewinnen.

Damit Endstand 2-6 für Frankenthal.

 

OIS guad

Anfang Oktober fand in Unterhaching südlich von München das Open des Münchner Schachverbandes, genannt OIS (Offenes internationales Schachturnier) statt. Gespielt wurde im „bayrischen Modus“: 9 Runden – in 9 Tagen! Ein ähnlicher Modus wurde noch vor einigen Jahren bei unserer Stadtmeisterschaft angewendet.

Ich entschloss mich, teilzunehmen, und machte eine gute Woche Urlaub in Bayern. Im A-Open mit 91 Teilnehmern gingen zehn Titelträger ins Rennen. Am Ende gewann der einzige Großmeister, Egor Krivoborodov, nach Buchholz vor dem internationalen Meister Robert Zysk (beide 7/9).

In der Tat bot das Geschehen an der Spitze wenig Überraschungen; der Turniersieger etwa kämpfte seine Partien gegen die Rivalen meist nicht aus, sondern verabschiedete sich kurzzügig ins Remis. Den hauchdünnen Vorsprung verdankte er einem spektakulären Sieg über FM Thomas Höfelsauer; Zysk zog in der Schlussrunde ein günstiges Los und konnte als einziger aufschließen.

Ich erreichte 5,5/9, was nicht für einen Preis gut war. Das Problem war einfach, dass ich mich gegen Ende des Turnieres unter Wert verkaufte. Die ersten sieben Runden (a fortiori die ersten fünf) dürften dagegen mein bislang bestes Schach überhaupt gewesen sein. Ich möchte mein Turnier Runde für Runde zusammenfassen:

1.Runde:

Unterbrochen durch einen Feueralarm, auf welchen das Spiellokal für eine halbe Stunde evakuiert werden musste. Ich erhalte als Gegner Tino Kornitzky zugelost. Absurd, wo wir dieses Jahr bereits beim Pfalz-Open gegeneinander gespielt haben! Von den übrigen Teilnehmern kenne ich genau drei Personen. Jedenfalls wirkt Tino, der mich in Neustadt am Rande einer Niederlage hatte, diesmal müde und verliert schnell.

2. Runde:

Während ich vor meiner Partie gegen den Münchner Raimund Strobl wartend am Brett sitze, kommt mir in den Sinn, dass ich mal wieder in der Eröffnung experimentieren könnte. Im Ergebnis steht dann der Zug 1.c4 von Weiß auf dem Brett. Ich verbrauche in der Eröffnung viel Zeit; die entstehende Stellung ist aber okay für mich. Im Mittelspiel zieht Strobl 25…Kf7, worauf sich langsam, aber keinesfalls zwangsläufig, ein weißer Königsangriff entfaltet. Im 42. Zug gibt Schwarz mit einem Turm weniger auf.

3. Runde:

Ich treffe zum ersten Mal auf einen wertungsstärkeren Gegner, gleich die Nummer 2 der Setzliste: Michael Fedorovsky (Elo 2478). Die Partie beginnt als Damengambit mit 5.Lf4, eine Variante, in der ich in der Vergangenheit einiges Lehrgeld zahlen musste. Diese Partie verläuft anders: Der internationale Meister holt nichts aus der Eröffnung heraus und bietet im 19. Zug Remis.

4.Runde:

In der vierten Runde habe ich Weiß gegen Markus Schimpf, einen DWZ- und titellosen Spieler mit einer Elo-Zahl von 2300. Bereits in der Eröffnung kommt es zu einer dreimaligen Stellungswiederholung.

5.Runde:

Etwas weiter hinten im Turniersaal treffe ich auf Ferdinand Xiong, einen Jugendlichen mit einer ähnlichen Wertungszahl wie ich. Aus dem Franzosen entsteht ein Endspiel, wo ich zum Ausgleich für meine Bauernschwächen über aktives Figurenspiel verfüge. Mein Gegner verteidigt sich unpräzise und stellt in bereits verlorener Stellung die Qualität ein. Dies dürfte meine beste Partie in München gewesen sein, vielleicht aber auch die aus der zweiten Runde.

Zwischenfazit:

So bin ich also mit 4/5 gestartet. Es war klar, dass nun wieder stärkere Gegner auf mich zukommen würden; aber ich fühlte mich für die Auseinandersetzung gerüstet, da ich ja in den vorangegangenen Partien kaum je schlechter gestanden war. Wieso also erreichte ich nur noch 1,5/4? Wohlgemerkt gegen einen über 50 DWZ niedrigeren Gegnerschnitt als in den anfänglichen Runden? Jedenfalls lief das Weitere sogar bis zur 8. Runde noch nach Plan.

6.Runde:

Meine erste Niederlage, gegen Thomas Reich. Allerdings immer noch eine, mit der sich leben lässt: In einer Art Igelstellung gruppiert der IM geschickter um, und erhält leicht die bessere Stellung. Ich versuche mich mit einer Kombination zu befreien, die allerdings ein Loch hat: Schwarz verbleibt mit zwei Läufern und einem Turm für die Dame, sodass ich bald aufgeben muss.

7.Runde:

Ich bekomme gleich einen Gegner mit deutlich niedrigerer DWZ, den Junioren David Austrup aus Münster, der ein starkes Turnier spielt. In der schottischen Partie entsteht ein in der Eröffnungstheorie bekanntes damenloses Mittelspiel, in dem Schwarz zum Ausgleich für seine Bauernschwächen den Vorteil des Läuferpaares genießt. Der letztlich herausgespielte Sieg des Nachziehenden ist nicht besonders souverän; ich fühle mich erst wieder wohl, als es daran geht, mit Mehrfigur die weiße Festung einzureißen.

Die Situation vor dem zweiten Wochenende:

Mit 5/7 (und ausgezeichneter Buchholz) standen die Chancen gut, unter die ersten zehn und damit in die Preisränge zu kommen. Mir stand klar vor Augen, dass dafür sechs Punkte reichen würden, ich also selbst mit einer Niederlage in der nächsten Runde noch Chancen hätte. Mit einem Sieg konnte ich dagegen alles klarmachen. Und im Ernst: Ein Gegner ohne besonders hohe Wertungszahl und mit der schlechtesten Buchholz? Mit 1/3 gestartet und dann nur schwächere Gegner gehabt? Würde mir der wirklich die zweite Weißniederlage nacheinander beibringen können? Ehrlich gesagt, sorgte ich mich eher, dass ich Remis spielen und dann in der Schlussrunde Pech haben könnte. 5,5/9 würden wohl kaum reichen. Also: Kein Kurzremis!

8.Runde:

Dies ist die einzige Partie im ganzen Turnier, mit der ich wirklich restlos unzufrieden bin. Ich muss allerdings gestehen, dass ich dieses Jahr auch schon schlechter gespielt habe. Jedenfalls geht mein Gegner Artur Schelle den scharfen Abspielen in der Eröffnung aus dem Weg, so dass aus der holländischen Verteidigung eine eher königsindisch angehauchte Stellung entsteht. Im frühen Mittelspiel ziehe ich 12.d5, was es dem Schwarzen erlaubt, alle seine Figuren mit Tempo ins Spiel zu bringen. Nachdem noch ein paar fragwürdige Entscheidungen hinzugekommen sind, steht Weiß miserabel. Mein Gegenüber erlaubt mir, mich in ein schlechteres Endspiel zu retten. Dort stelle ich dann einen Bauern ein und breche zusammen.

9.Runde:

In der letzten Runde treffe ich auf den soliden Peter Bohnhoff, ursprünglich Mainzer, der bereits an einigen Turnieren in der Pfalz teilgenommen hat. Von der Papierform her ist die Sache machbar, aber wenn der Gegner nun so gar nichts riskiert… Im Abtauschslawen verwechselt er die Varianten, und ich erhalte bequemes Spiel. Dann unterläuft mir jedoch ein Fehler, der zu einem schlechteren Endspiel abwickelt. Besser, ich nehme sein Remisangebot an.

 

 

Zweite gewinnt 4,5-3,5 gegen Hütschenhausen

 

Mannschaftskampf am 1.10.2017 2. Mannschaft 1912 4,5-3,5 gegen Hütschenhausen.

 

Schachfreund Herrmann an Brett 6 hatte mal als erster eine glatte Gewinnstellung. Er stellte seinen Gegner ständig vor schwere Entscheidungen (Matt oder Figurenverlust). Mittlerweile hatte auch Manfred an Brett 8 die Gewinnstellung erreicht. Leider war die Stellung sehr kompliziert. Ich stand an Brett 7 völlig auf Verlust. Brett 1 war eine sehr komplizierte Stellung von Dieter. An Brett 2 baute Schachfreund Hans langsam aber wie immer sicher leichte Vorteile auf. Brett 3 steuerte auf ein Remis zu. An Brett 4 hatte Schachfreund Karl Heinz auch eine ausgeglichene Stellung. Schachfreund Ujup hatte an Brett 5 seinen Gegner zu diesem Zeitpunkt schon total überspielt.

Unser Krieger wies als erster in die richtige Richtung.

1:0 für die 12er.

Ich wollte nicht verlieren und stellte in Verluststellung Drohungen auf. Alte Regel im Schach: Der vorletzte Fehler gewinnt. Der vorletzte Fehler von mir war in diese Schrottstellung zu gelangen. Obwohl mein Gegner teilweise Züge, wie der Computer fand (Stockfisch) verlor er jedoch später den Faden und lief in ein einzügiges Matt.

2:0 für die 12er.

Ujup konnte auch seinen Gegner davon überzeugen, dass seinem genialen Spiel nichts entgegenzusetzen war.

3:0 für die 12er.

Gerhard zauberte an Brett 3 aus dem Hut noch einen Sieg bei eigentlicher Remisstellung (Wenn der Gegner die besten Züge gefunden hätte)

4:0 für die 12er

Beim Stand von 4:0 für uns einigte sich Schachfreund Dieter mit seinem Gegner auf ein Remis, was uns den Sieg sicherte.

4 ½ zu ½ für die 12er

Schachfreund Karlheinz agiert sehr geschickt und trickreich und versuchte mit einem Figurenopfer den Sieg sicherzustellen. Leider hatte der Gegner die einzige Verteidigung dagegen noch rechtzeitig gesehen und Karlheinz kam leider ein Tempo zu spät.

4 ½ zu 1 ½ für die 12er

Schachfreund Manfred musste sich leider zu diesem Zeitpunkt nach dem Verlust eines Freibauern und abgelehntem Remisangebot seines Gegners geschlagen geben. Er war zu ehrgeizig und wollte gewinnen, was ihm leider nicht gelang.

4 ½ zu 2 ½ für die 12er.

Ganz viel Pech hatte Schachfreund Hans Kelchner. Nach einem hervorragenden Spiel in bewährter Kelchnermanier- langsam kleine Vorteile aufbauen und dann zuschlagen - versäumte er es im Turmendspiel den Sack zuzumachen. Im danach entstandenen Bauernendspiel gab ein Tempo mehr für den Gegner den Ausschlag.

4 ½ zu 3 ½ für die 12er

 

Nach 2 Runden liegen wir somit immer noch Punktgleich bei den Mannschaftspunkten auf gleicher Höhe mit Schwegenheim. Da wir jedoch die wenigsten Brettpunkte haben, stehen wir momentan an 3. Stelle in der Tabelle

 

Geschrieben von Wolfgang Vohmann und Manfred Derlich

Blitzturnier Oktober 2017

Dr. -Karl-Thurner-Blitzturnier 2017
Platz Name Jan Feb Mär April Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Rnd Summe
1 Muckle, Julius 71,4 68,8 66,7 70,8 66,7 73,1 64,3 100,0 8 581,8
2 Bruch, Jochen FM 88,9 91,7 100,0 100,0 81,8 71,4 6 533,8
3 Johann, Christof Dr. 85,7 58,3 75,0 65,4 72,7 85,7 50,0 7 492,9
4 Vohmann, Wolfgang 50,0 64,3 81,3 50,0 83,3 61,5 36,4 42,9 42,9 9 476,2
5 Esswein, Karlheinz 66,7 71,4 68,8 4,2 33,3 61,5 68,2 57,1 8 431,3
6 Muckle, Richard 50,0 43,8 77,8 62,5 25,0 46,2 50,0 71,4 8 426,7
7 Junker, Reiner 33,3 62,5 61,1 58,3 50,0 26,9 27,3 14,3 8 333,7
8 Lambert, Andreas 81,3 42,3 81,8 71,4 4 276,9
9 Derlich, Manfred 33,3 14,3 25,0 27,8 66,7 0,0 22,7 14,3 8 204,1
10 Dickel, Gisbert 33,3 27,8 46,2 40,9 42,9 5 191,0
11 Misini, Burhanudin 80,8 86,4 2 167,1
12 Uhrig, Udo 37,5 7,1 27,8 29,2 36,4 5 137,9
13 Murseli, Ujup 45,8 30,8 36,4 3 113,0
14 Morawietz, Dieter 95,8 1 95,8
15 Heimann, Leo 35,7 44,4 2 80,1
16 Kissel, Ralf 12,5 27,8 16,7 11,5 4 68,5
17 Zielenski, Horst 45,8 1 45,8
18 Hetzer, Volkhard 18,8 1 18,8
19 Fischer, Reinhardt 15,4 1 15,4
20 Kemper, Yannick 9,1 1 9,1
21 Riess, Matthias 8,3 1 8,3
22 Sebastian Bruch 7,1 1 7,1
23 Simon, Stefan 38,5 1 5,0
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